Ausgabe 2008 - 3    |   September-Okober-November-Dezember


Elisabeth Blum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Weibs-Bilder & Manns-Bilder
Und wie sie es miteinander treiben

von Elisabeth Blum

Da gibt es doch tatsächlich Frauen und Männer, denen ihre Beziehungen gelingen.
Ohne gegenseitige Vorwürfe und mit viel Respekt und Humor. Im Job genauso wie in ihrem Privatleben. Wie in aller Welt geht das?

Seit ich (analytisch!) denken kann, beschäftigt mich dieses Thema. Welcher Tonfall, welche Blicke, welche Gesten, welche Abmachungen werden ausgetauscht? Was bedeutet das kleine Zwinkern in den Augen der Eltern? Wie reden sie über die ArbeitskollegInnen und wie begegnen sie ihnen im Job, mit der kleinen Tochter an der Hand? Und dann der Blick über die Grenzen der Familie: es war mir unverständlich, eine zerbrechende Fantasie, als jenes befreundete Paar, das so wunderbar zusammenarbeitete und sich scheinbar so liebte, plötzlich nicht mehr zu Besuch kam – sie hatten sich getrennt.

Viele Fragen – auch und vor allem die unbewusst gestellten – eröffnen viele Wege zu möglichen Antworten. Ich habe mich auf die Suche gemacht: mit ganzer Hingabe in meinem persönlichen Leben, mit rauchenden Gehirnzellen auf Universitäten, mit vielen Ambitionen und offenen Ohren in meiner Arbeit. Und immer auf der Suche nach GesinnungsgenossInnen. Und immer hellwach, wenn es um Hinweise und Erfahrungen ging, wie Frauen und Männer gelassener miteinander umgehen können. Und immer bereit, das weiterzugeben, was geholfen hat.

Die Matrix der zwischengeschlechtlichen Gelassenheit

Bernhard Schweiger ist so ein Gesinnungsgenosse in meinem Leben. Wir haben unsere Erkenntnisse zusammengetragen und sie in ein Koordinatensystem, eine Matrix, gegossen. Wer uns eines Besseren belehrt, ist herzlich willkommen. Bis zu diesem Zeitpunkt halten wir unseren Ansatz zur „zwischengeschlechtlichen Gelassenheit“ für ein höchst hilfreiches Modell. Was es kann? Es unterstützt Sie dabei, entspannter in Ihren beruflichen Beziehungen zu handeln, gelassener Ihr tägliches Leben zu organisieren und genussvoller die Liebesebenen zu leben.

Wie das gehen kann? Bei Interesse bitte weiterlesen:

1. Matrixebene: Der Unterschied, der einen Unterschied macht.

Das Bedürfnis nach Geborgenheit oder erotischer Spannung ist in der geschäftlichen Verhandlung ein ebenso unpassender Motor wie das Bedürfnis nach Sicherheit durch klare Vereinbarungen beim Candle-Light-Dinner.

Unterscheiden Sie, in welcher konkreten Situation Sie sich gerade befinden! Je nach Kontext gelten andere Spielregeln. Einmal bestimmt mehr die Sachebene, die Ratio, und einmal mehr die Beziehungsebene, die Intuition. Erstaunlich oft werden die einen Spielregeln für den anderen Bereich angewendet – das macht das Leben ganz schön kompliziert.

Im Job geht es darum, klare Vereinbarungen zu treffen, Zuständigkeiten und Ziele zu definieren. Der unterschwellige Wunsch, vom Kunden jene Anerkennung zu bekommen, die der eigene Vater nicht deutlich genug signalisiert hatte, kann da ebenso zu Missverständnissen führen wie die unbewusste Sehnsucht, von der Kollegin als „ganzer Mann“ die Bewunderung geschenkt zu bekommen, die in der letzten (gescheiterten?) Beziehung nicht und nicht kommen wollte.

Im Privatleben hingegen geht es manchmal um wichtige Lebensbanalitäten – wer kauft heute ein? Wohin geht die nächste Reise? Da müssen beide steuern, immer auf Augenhöhe miteinander.
Und manchmal (hoffentlich oft genug!) geht es darum, eben nicht mehr zu steuern, nicht mehr zu koordinieren, sondern einfach zu genießen, von der Zahnpasta-Tuben-Debatte weg zur Freiheit zu wünschen und zur Wunschfreiheit zu kommen. Diese Ebenen auseinander zu halten macht private Beziehungen lebendig und erhält sie wunderbar spannungsgeladen. Checken Sie doch mal Ihre letzten 10 SMS, auf welcher Ebene waren die angesiedelt?
 

2. Matrixebene:

Machen Sie sich Ihre inneren Bilder von „Frau“ und von „Mann“ bewusst.

Wie die Mode sind unsere Vorstellungen davon, wie eine „Frau“, wie ein „Mann“ zu sein hat, Veränderungen unterworfen – und wie in der Mode bleiben ein paar Dinge ziemlich konstant. Manche Bilder, manche Moden sind einengend, manche machen Lust aufs Leben.

Erinnern Sie sich an die frühen 80er Jahre? Damals lautete das Gebot der Stunde „Bundhosen, weit um die Hüfte her, wadenweite Schlaghosen weg!“. Wie seltsam fühlte sich das anfangs an, wie schnell gewöhnten wir uns alle daran. Das Modediktat schreibt „musts“ vor, innerhalb der Wellen entwickeln wir Menschen mit den Jahren unseren ganz eigenen Stil.

Als Frau und als Mann glauben wir, gewisse Dinge tun zu müssen – persönlich und authentisch wird es dann, wenn Sie das herausfinden, was Sie anders machen können.
Als Frau und als Mann glauben wir, gewisse Gefühle haben zu dürfen und andere nicht - lustvoll und lebendig wird es dann, wenn Sie herausfinden, welche Bedürfnisse Sie darüber hinaus haben und wie Sie diesen Raum geben können.
Als Frau und als Mann glauben wir, gewisse Fähigkeiten entwickeln zu können – spannend und bereichernd wird es dann, wenn Sie einen Schritt über Ihre inneren Grenzen gehen und etwas Neues ausprobieren.

Ein humorvoller und gleichzeitig umsichtiger Umgang mit Ihnen selbst und den anderen eröffnet Ihnen viel Handlungsspielraum und nimmt nagenden Fragen (wer darf wem wann die Tür aufmachen? Wer darf wem wann ein SMS schicken? Wer darf wem wann Vorschläge machen?) die Schärfe. Vorsicht vor Nebenwirkungen und Überraschungen!

Lust bekommen? Noch Fragen offen? Sie sind herzlich willkommen bei unseren Seminaren zum Thema. Was Sie mitbringen müssen: die Neugierde auf sich selbst, die Freude am Experimentieren und die Bereitschaft, Impulse zu setzen.

Detailinfo zum Seminar:
Termine:
Salzburg - 17. und 18. Oktober 2008, Hotel Laschenksyhof
Stuttgart -  7. und 8. November 2008, Hotel Schillingshof
München – 13. und 14. November 2008, Hotel am Schlossberg
Wien – 17. und 18. April, Hotel noch offen

Weitere Infos und Anmeldung unter www.e-blum.at

 

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