Ausgabe 2009 - 1    |   Jänner - Juli 2009


Melanie weinberger
Melanie Weinberger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gänseblümchen

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gänseblümchen – bellis perennis
von Melanie Weinberger (2009)


Fast allgegenwärtig ist diese kleine zarte Blume, die uns meist von Kindheitszeiten an begleitet und zahlreich sind die Namen, mit denen sie je nach Region bezeichnet wird: Angerbleamerl, Augenblümchen, Himmelsblume, Maiblume, Marienblümchen, Maßliebchen, Mondscheinblume, Morgenblume, Osterblume, Regenblume, Sonnenblümchen und Tausendschön.

Der lateinische Name des Gänseblümchens bedeutet „schöne Ausdauernde“. Ausdauernd ist es tatsächlich, da es mehrere Jahre überdauert und das ganze Jahr über blüht. Auch steht es immer wieder auf, wenn es niedergedrückt wird. Es ist trotz seines zarten Äußeren eine sehr robuste Pflanze.

Die Blütenköpfchen folgen tagsüber dem Lauf der Sonne und schließen sich abends und bei schlechtem Wetter. Das Gänseblümchen ist eine Beschützerin der kleinen Lebewesen: wenn das Wetter schlecht wird, bietet es kleinen Insekten und Lebewesen Zuflucht in ihren geschlossenen Blütenkörbchen.

GänseblümchenAuch von anderen kleinen Lebewesen wird es geliebt: beim Spielen und Basteln von Kränzen erfreut es die Herzen der Kinder.

Das Gänseblümchen war der Göttin der Fruchtbarkeit geweiht. Es ist eine Frauen- und Kinderheilpflanze. Seit dem Mittelalter gibt es Aufzeichnungen über die Heilkraft des Gänseblümchens.

Im 18. Jahrhundert wurde es in Deutschland angeblich systematisch vernichtet, da ihm zu Unrecht abtreibende Wirkung nachgesagt wurde. Das Gänseblümchen reinigt das Blut und somit auch die Haut.
Es wirkt schleimlösend und kurbelt den Stoffwechsel an.

Nach der Geburt fördert es die Regeneration der Gebärmutter.
Kindern wird das Gänseblümchen als stärkende und tonisierende Pflanze gegeben.

Äußerlich wird die Essenz aus der frischen Pflanze oder der Pflanzenbrei bei Prellungen und Verstauchungen angewendet.

Das Gänseblümchen bietet sich vor allem im Frühjahr als Beigabe zu Salaten und Aufstrichen oder als Verzierung für ein Butterbrot an.

Die noch geschlossenen Knospen des Gänseblümchens können in Essigwasser eingelegt und wie Kapern genossen werden.

Das Gänseblümchen wächst auf jedem Boden, bevorzugt aber auf Park- und Gartenrasen, denn dort bekommt es durch das häufige Mähen viel Licht und kann sich gut entfalten. Beim Betrachten der Pflanze erscheint uns das Gänseblümchen auf den ersten Blick als eine einzige Blüte. Tatsächlich hat das Gänseblümchen aber über hundert Röhrenblüten, die das „gelbe Auge“ der Pflanze bilden! Es lohnt sich in mehrerlei Hinsicht, diese vermeintlich bekannte Pflanze einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und neu zu entdecken.

  • Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%A4nsebl%C3%BCmchen
  • Bickel: „Mein Kräuterhexengarten“, Kosmos Verlag, Stuttgart 2001
  • Fischer-Rizzi: „Medizin der Erde“, AT Verlag, 2006
  • Hirsch, Grünberger: „Die Kräuter in meinem Garten“, freya Verlag, Linz 2005
  • div. AutorInnen: „Geheimnisse & Heilkräfte der Pflanzen“, Verlag das beste, 1978
  • Hensel: „Das große Kräuterbuch“, tosa Verlag, Stuttgart 1994
  • Kaufhold: „Phytomagister“, Pflaum 2002

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