Ausgabe 2011 - 2   |   September 2011 - Februar 2012


Claudia Tichy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wassershiatsu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WasserShiatsu

Über die Leichtigkeit des Seins
oder: kann ich meine Probleme auch auf einer anderen Ebene als der  entstandenen Lösen?
von Claudia Tichy (2011)

 

Manche Probleme, die in der systemischen Beratung unter dem Eindruck der lastenden Erdenschwere unlösbar scheinen, erweisen sich im Wasser der Lösung näher denn je.

Warum ist das so und was kann WasserShiatsu – kurz WATSU® genannt - dazu beitragen?

WassershiatsuWATSU®
ist ein Kunstwort, das wie die dazugehörige Therapieform von Harold Dull, einem Amerikaner, erstmals entwickelt wurde. Er hat mehrere Jahre in Japan die Techniken der Fingerdruckmassage und Meridiandehnungen des Shiatsu studiert und praktiziert, bevor er, nach Amerika zurückgekehrt, auf den Gedanken kam, diese Therapie in körperwarmen Wasser durchzuführen. Aus dieser Idee entstand das Wor Wat(er Shiat)su.

Der/die TherapeutIn bewegt den/die KlientIn schwerelos in fließenden, schaukelnden, rollenden und kreisenden Rhythmen im körperwarmen Wasser. Er/sie nutzt dieses therapeutisch optimale Medium Wasser unter anderem zur physiologischen Dehnung von Bändern und Muskeln in Komplexbewegungen. Gelenkentlastung, Muskelrelaxation, Dehnung von Halte- und Stützstrukturen, Wärme und therapeutische Zuwendung führen rasch zu physischer und psychischer Tiefenentspannung.

Ihr ganzheitlicher Einsatz wird in der Orthopädie sowie der Neurologie, der Geriatrie und der Schmerztherapie ebenso wie in der Psychosomatik und der Geburtsvor- und nachbereitung genutzt.

Entscheidend für den therapeutischen Erfolg ist die Qualität der Bewegungsführung. Denn was den Körper bewegt, kann auch die Seele bewegen – und diese Impulse werden als eine die Psychotherapie begleitende Maßnahme höchst achtsam gesetzt.

Durch das Naheverhältnis zwischen dem empfangenden und dem ausübenden Menschen entwickelt sich oft ein Vertrauensverhältnis, weil die empfangende Person mit den Ohren unter Wasser von dem/der Praktizierenden wie auf Händen und von Schwimmhilfen gehalten, durchs Wasser getragen wird. Ein seelisches Nachnähren ist hier möglich.

Auch kann mit dem Moment der Hingabe experimentiert werden, da man in völliger Passivität ein kinästhetisches Erleben und Getragenwerden erfährt. Den Auswirkungen von WATSU® habe ich meine Masterthese gewidmet, die als Buch erschienen ist.

Claudia Tichy MSc bietet die aquatische Körperarbeit in einem eigenen, abgegrenzten Therapiebecken in der Therme Wien in Oberlaa an. Sie ist diplomierte Wassershiatsupraktizierende und Psychosoziale Beraterin in Wien. Sie hat sich auf die Begleitung von Menschen in therapeutischer/ärztlicher Behandlung mittels aquatischer Körperarbeit spezialisiert.
www.wassershiatsu-wien.at   Tel: 0664/ 40 39 784

Literatur: Claudia Tichy „Der Beitrag von Wassershiatsu für Beratung und Therapie“     Marlies Floris „Physikalische Therapie No. 17/96“

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