Frauensache(n) im Netz













 







R I T U E L L E   K Ö R P E R H A L T U N G E N


    von Armina Brzobohaty-Theuer



    EIN GESCHENK UNSERER AHNINNEN -
    DIE RITUELLEN KÖRPERHALTUNGEN

    Es gibt immer wieder Momente und Begegnungen im Leben, die von entscheidender Sprengkraft sind.
    Gleichzeitig können sie von außen gesehen eher sanft und langsam verlaufen. So erlebte ich es mit den Rituellen Körperhaltungen.
    Es begann mit meiner ersten Begegnung mit der Anthropologin und Linguistin Felicitas Goodman vor ca. 18 Jahren. Ich hörte sie an der Uni Wien und fand ihren damaligen Vortrag über andere Kulturen und deren Eigenheiten, wie dem Zungensprechen, interessant bis kurios.

    Später, nachdem ich meine Ausbildung als Psychotherapeutin beendet hatte und gerade im Training bei Ute Schiran, einer auf der Schwäbischen Alp lebenden Wissenden und Lehrenden war, tröpfelte plötzlich die Wiederentdeckung von Felicitas Goodman, die der Rituellen Körperhaltungen mehr und mehr in mein Bewußtsein.
    Ich spürte, daß damit eine Sammlung und Integration vieler meiner Interessen und Bedürfnisse möglich wäre.
    Die Themenbereiche Körper, Körperhaltung, Integration von Fühlen, Empfinden und Denken, Frauenkultur, Frauengeschichte und Schamanismus trafen dabei zusammen.

    Was hat Felicitas Goodman entdeckt?

    Aus Ungarn stammend, bis 1947 in Deutschland lebend, begann sie 51 jährig in der USA ihr Zweitstudium der Linguistik und Kulturantropologie.
    Sie unternahm 17 Jahre lang Forschungen über die Frauen eines Mayadorfes in Yukatan und unterrichtete an der Denison Universität in Ohio. Dort untersuchte sie mit Studentinnen veränderte Bewußtseinszustände.
    Sie wollte das Spezifische finden, das vorhanden sein muß, damit ein veränderter Bewußseinszustand, zu einem religiös, visionäres Erlebnis wird. Der entscheidende Durchbruch gelang Felicitas Goodman auf Grund der Erkenntnis, das ganz spezielle Körperpositionen, die wir aus der Kunst von Statuetten und Felszeichnungen kennen, verbunden mit rhytmischer Anregung, genau dieses visionäre Erleben ermöglichen.
    So ist es nun für uns sogenannte moderne Menschen möglich, ohne einer bestimmten Religion oder religiösen Gemeinschaft anzugehören, dank unserer körperlichen Einrichtung, in das Erleben der "Ekstatischen Trance" einzutreten und an das Wissen unserer Ahnlnnen anzuschließen.

    Was tun wir dabei?

    Auf Grund einer bestimmten Fragestellung, beispielsweise Gesundheit betreffend, wählen wir eine von 60 erforschten Haltungen aus. Nach einer Begrüßungs - und einer Atemsequenz nehmen wir diese Körperhaltung ein und verbleiben 15 Minuten darin, wobei Rasseln oder Trommeln die Trance einleiten.

    Wir empfangen Eindrücke, wie beispielsweise Klänge, Empfindungen und Bilder und erzählen uns anschließen davon. Dabei stellen sich manchmal verblüffende Paralellen und Erkenntnisse ein.

    Was bringt und das?

    Ein Hauptfocus der Rituellen Körperhaltungen ist die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten über die Seibstbeschränkung hinaus zu erweitern.
    In der "Ekstatische-Trance" erleben wir uns in einem Zustand des erweiterten Potentials und der verstärkten Kreativität.
    Dadurch kann ein Umschalten unserer Sicht, unseres Denkens und Handelns geschehens, wobei wir immer die Steuerung in Händen behalten. Das alles erleben wir mit großem Wohlgefühl und Ausbalanzierung.

    Ich finde, daß die Rituellen Körperhaltungen offener, sensibler, gesünder, gescheiter, lebendiger, genußvoller, und noch vieles mehr machen (können).



    Mehr Informationen bei Armina Brzobohaty-Theuer
    Tel: 01 /715 46 28