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Salbei ( Salvia officinalis ), Gartensalbei


    von © Andrea Scheutz (2006)


    Der Salbei ist ein Halbstrauch, der aus den Mittelmeerländern zu uns gekommen ist.

    Seine Blüten sind blauviolett oder weiß und seine grünlich weißen Blätter sind meist zart behaart. Er liebt die pralle Sonne und verströmt einen starken Duft.


    In der Pflanzenheilkunde werden die Blätter verwendet, die vor der Blüte (Mai bis Juni) geerntet werden, vorzugsweise an einem sonnigen trockenen Tag.
    Aufgrund der zahlreichen Wirkstoffe, die der Salbei in sich vereint, wurde er früher als besonders heilkräftige Pflanze verehrt, was auch in dem damals gepflegten Ausspruch „Warum soll ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?“ zum Ausdruck kommt.

    Der Name „Salvia“ wird vom lateinischen „salvare“, heilen, abgeleitet.
    Die Inhaltstoffe des Salbei sind ätherische Öle (v.a. Thujon), Bitterstoffe und Gerbstoffe.

    Salbei wirkt keimtötend, leitet den Schleim aus den Atmungsorganen ab, er wirkt entzündungshemmend, schweißhemmend und menstruationsregulierend und hat daher auch als Frauenkraut eine lange Tradition.

    Er wird innerlich bei Magen- und Darmstörungen, Durchfall und Katarrh der oberen Luftwege eingesetzt. Aufgrund seiner allgemein stärkenden Wirkung kann er auch bei Nervenschwäche und Nervosität Abhilfe schaffen.
    Äußerlich angewendet kann er uns bei Hals- und Zahnfleischentzündungen (Gurgeln), Insektenstichen, Wunden und Hautausschlägen und auch bei übermäßiger Schweißabsonderung (Schweißfüße, Nachtschweiß) helfen.

    Als Räucherkraut hat der Salbei eine stark reinigende und erdende Wirkung. Er verbreitet einen angenehmen herb würzigen Duft und kann uns bei der Reinigung und Klärung der Atmosphäre unterstützen. Er fördert beim Räuchern den klaren Blick und die geistige Weitsicht und bringt Frieden und Heilung.

    Der Salbei galt im Volkstum als dämonenverscheuchendes und geisterverbannendes Räuchermittel.

    Als Färberkraut eingesetzt verleiht er Stoffen und Seifen eine hellgrüne Farbe und in der Küche erfreut er als Beigabe zu verschiedenen Gerichten unseren Gaumen.