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Selbsthilfegruppe für Frauen mit Ess-Störungen


    von Maga. Olivia Wollinger



    Ess-Störungen sind für die betroffenen Frauen eine große Belastung. Einerseits, weil die Gier nach Essen und die häufigen Essanfälle als unerträglich empfunden werden. Andererseits wird oft die gesamte Problematik vor anderen geheim gehalten. In dieser Situation kann es helfen und befreien, sich mit Frauen auszutauschen, die verstehen und genau wissen, wie sich eine Ess-Störung anfühlt.

    Der erste Besuch einer Selbsthilfegruppe ist oft von Ängsten und Unsicherheiten begleitet. Das ist völlig normal, denn unbekannte Situationen schaffen meistens ein mulmiges Gefühl.

    Um dieses zu mildern, hier Antworten auf häufig gestellte Fragen:


    Wie läuft die Selbsthilfegruppe ab?

    Die Gruppe (i.d.R. 3 bis 6 Frauen) wird von Maga. Olivia Wollinger geleitet.
    Zu Beginn findet eine kurze Vorstellungsrunde statt, falls sich einige Frauen noch nicht kennen. Danach sprechen die Teilnehmerinnen darüber, wie es ihnen geht, was es Neues gibt etc. Daraus ergibt sich dann meistens das Thema des Abends. Das kann die Ess-Störung selbst sein, vor allem aber auch Themen, die eng damit zusammenhängen.
    Schwerpunkte vergangener Gruppen waren beispielsweise Angst vor dem Zunehmen, Umgang mit Essanfällen, Selbstvertrauen, Perfektionismus, Gefühle spüren, Einsamkeit, Nähe ertragen, Therapieerfahrungen etc. Nicht gesprochen wird über Abnehmtipps und Kalorien.


    Ersetzt die Selbsthilfegruppe die Therapie?

    Nein. Die Selbsthilfegruppe kann immer nur eine Ergänzung zu anderen Maßnahmen sein, da keine therapeutischen Gespräche stattfinden.


    Traue ich mich vor fremden Frauen über das schambesetzte Thema Ess-Störung zu reden?

    Wer mitreden will, ist herzlich dazu eingeladen, wer lieber zuhören möchte, ist genauso willkommen. Jede Betroffene wird ernst genommen, niemand wird ausgelacht. Durch die ähnlichen Probleme entsteht in jeder Gruppe rasch ein starkes Gefühl der Verbundenheit und des Vertrauens. Dies macht es leichter, sich zu öffnen, falls das Bedürfnis danach besteht.


    Passe ich in die Gruppe?

    Vielleicht bin ich kränker / weniger krank / jünger / älter als die anderen? Die Gruppe ist kein Wettrennen. Das Gefühl, dass etwas mit einer nicht stimmt ist schon Teilnahmegrund genug.

    Die Gruppe ist für erwachsene Frauen gedacht, d.h. alle Frauen ab 18 sind herzlich willkommen, nach oben hin gibt es keine Grenze, denn für Änderungen ist es nie zu spät. Außerdem ist v.a. die gemeinsame Krankheit verbindend und nicht das Alter trennend.


    Seit wann gibt es die Gruppe?

    Kann ich noch dazu stoßen? Muss ich jedes Mal dabei sein? Die Selbsthilfegruppe für Frauen mit Ess-Störungen wurde im April 2000 gegründet. Einige sind schon von Anfang an dabei, andere kommen ab und zu, wiederum andere nur ein paar mal. Der Besuch der Gruppe soll Spaß machen und auf keinen Fall ein Zwang sein. Jede Frau kann kommen so oft oder so selten sie möchte bzw. es ihr gut tut. Solange Plätze frei sind, ist jede Frau willkommen, die bereit ist, über sich und ihre Ess-Störung nachzudenken.


    Weitere Informationen zum Thema Essstörungen finden Sie unter
    http://www.frauensache.at/essstoerung/index.html

    Selbsthilfegruppe für Essstörungen
    Donnerstag, 18.20 - 20.00 Uhr

    Unkostenbeitrag: 7,50 Euro
    Institut Frauensache
    Reindorfgasse 29, 1150 Wien

    Falls Sie noch Fragen haben, oder an der Selbsthilfegruppe teilnehmen möchten,
    rufen Sie uns an bzw. mailen Sie uns!

    Tel: 01/89 58 440
    email: office@frauensache.at