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Die Vogelmiere (Stellaria media)


    von © Melanie Weinberger (2008)


    Auf den ersten Blick unscheinbar und zart, doch voller Kraft und unverwüstlich. So könnte die Vogelmiere - eine Pionierpflanze - beschrieben werden.

    Sie hat sich dort angesiedelt, wo vor ihr noch keine Pflanze wuchs und gilt seit der Jungsteinzeit als Begleiterin des Menschen. Sie kann fast überall wachsen und nimmt sich durch ihre kriechende Wuchsart still und heimlich, aber sehr effektiv und großflächig ihren Raum.

    Ihre zarten weißen Blüten zeigt sie das ganze Jahr über. Ihr Name weist darauf hin, dass sie von den Vögeln als nahrhafte Kost geschätzt wird, die sogar unter dem Schnee noch wächst.

    Auch für uns Menschen ist sie eine wertvolle Pflanze. Der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralien macht sie zu einer hilfreichen Unterstützerin bei jeder Frühjahrskur. Sie reinigt das Blut und die Haut von innen und gibt neue Kraft nach dem Winter.

    Die Vogelmiere wurde erst im 19.Jahrhundert von Pfarrer Kneipp als Heilpflanze entdeckt. Seither wird sie unter anderem als beruhigendes und schleimlösendes Hustenmittel eingesetzt.

    Aus dem Kraut der Vogelmiere lassen sich im Frühjahr wohlschmeckende Suppen, Aufstriche oder Wildkräutersalate herstellen, gegen Husten kann der Vogelmieren-Tee helfen.

    Auch ihre Dienste als Wetterprophetin können wir in Anspruch nehmen: Sind die Blüten der Vogelmiere zur Gänze geöffnet, wird mindestens die nächsten vier Stunden lang die Sonne scheinen.

    aus: Frauensache-Zeitung, 9.Jahrgang, 2008-1